Kapitel 18

Nachdem Lisa es so schonend wie möglich ihren Eltern beigebracht hatte, die natürlich stinksauer waren, fing sie an zu überlegen, ob sie das Kind wirklich behalten sollte. Es war Leben in ihr, das wusste sie, aba war sie wirklich schon reif genug dafür? Wohl eher nicht, sonst hätten sie ja verhütet. Konnten beide dem Kind gute Väter sein? Das würde sich wohl erst nach der Geburt herausstellen. Sie lag alleine in ihrem Zimmer und fühlte sich trotz dem Zuspruch ihrer Eltern und der beiden Papas alleingelassen. Keiner konnte ihr die Entscheidung abnehmen und das machte irh Angst. Sie wollte nicht über das Leben eines anderen Menschens entscheiden. Ihr wurde glasklar vor Augen geführt, was für eine Verantwortung sie trägt. Sie fühlte sich ganz leer...
Sie beschloss sich im Internet über Abtreibungen schlau zu machen, man musste schließlich mal in beide Richtungen einen Blick wagen. Bei den ganzen Methoden wurde ihr schlecht und sie musste sich übergeben. Dort war von Ausschabungen, Absaugungen, bei der Hormonmethode wurden Wehen ausgelost, sodass das Kind, falls es die Strapazen der geburt übersteht, vielleicht sogar noch lebend geboren wird, aba dann gewartet wird, bis es stirbt. Außerdem erlebe das Kind seinen Tod mit Schmerzen und Ängsten. Lisa konnte bei diesen ganzen Bildern und Schilderungen nicht mehr. Eins war sicher, sie wollte nicht mehr abtreiben, das wäre viel zu grausam für das Kind, lieber wollte sie es nachher zur Adoption freigeben. Sie legte sich auf ihr Bett und dachte über alles nach, wie es wohl sein würde, wen sie das Kind kriegen würde...

Kapitel 17

Am Morgen wacht Lisa, von Sonnenstrahlen geblendet, auf. Langsam ?ffnet sie die Augen. Kaum, dass sie etwas sagen kann, schwebt ein Tablett auf ihre Knie und Mark schmei?t sich neben sie auf das Bett. Da ist O-Saft, Brot und irgendwie alles zusammen, was Lisa sich niemals im Traum hatte vorstellen k?nnen. Berliner, Amerikaner, Br?tchen normal, Sesambr?tchen, H?rnchen, eben alles m?gliche. Nach einem Guten-Morgen-K?sschen f?ngt Lisa gut gelaunt an zu Essen, dann f?llt es ihr wie Schuppen von den Augen.
"Mike.",st?hnt sie.
"Was ist mit Mike", fragt Mark.
"Er hat gestern bestimmt megalange auf mich gewartet vorm Krankenhaus, und dann war ich pl?tzlich nicht mehr da. Ob Melle es ihm wohl gesagt hat?!"
"Dann solltest du schleunigst mit ihm reden."
Lisa wollte schon das Tablett wegstellen, als Mark noch hinzuf?gt
"Nachdem du gut gefr?hst?ckt hast. Ich als der Vater deines Kindes lasse dich nicht vorher gehen."
Wo er Recht hat hat er Recht, denkt Lisa und widmet sich ihrem Fr?hst?ck.
Danach geht sie nach Hause und ruft Melle an. Melle hatte Mike nichts erz?hlt, also rief sie Mike an und bat ihn zu kommen. Sie erkl?rte ihm vorsichtig die Lage, und sah dabei Tr?nen in seinen Augen glitzern.
"Schade, dass nicht ich der Papa sein kann..."
"Du kannst doch auch Papa sein. Du bist dann Adoptivpapa."
"Aber ich w?re so gern sein oder ihr richtiger Papa."
"Der richtige Papa entscheidet sich nicht anhand der Gene, sondern anhand der Liebe, die er dem Kind gibt."
Mike fing an nachzudenken. Lisa lie? seine Gedanken schweifen und dann drehte er seinen kopf zu ihr hin und k?sste sie. Er hatte es also akzeptiert, denkt Lisa und ihr Herz wirkt wieder so befl?gelt, und mit ihrem Herzen auch das kleine zweite Herz, dass in ihr schl?gt.

Kapitel 16

"Hey Mark *schnief*, ich muss mit dir reden. Bist du Zuhause?"
"Ja, komm vorbei."
Jetzt steht Lisa vor Marks T?r. Ihr ist spei?bel. Nachdem sie sich gesammelt hat, klingelt sie. Mark macht ihr die T?r auf und blickt einer total verheulten Lisa ins Gesicht. Die Wimperntusche ist ihr in d?nnen Bahnen die Wange hinuntergelaufen. Er l?sst sie rein und sie setzen sich aufs Sofa, auf dem es letztes Mal so hei? hergegangen war. Jetzt sitzt sie hier und heult, weil sie schwanger ist.
"Was ist denn los?", fragt er sie.
Nach kurzem, abermaligem Aufschluchzen:
"Ich bin schwanger, und eigentlich kannst nur du es sein..."
Jetzt bricht sie nochmal heftig in Tr?nen aus und Mark guckt sie verdattert an.
Nach ein paar Minuten nimmt er sie in den Arm bis sie sich nach einer Ewigkeit beruhigt hat. Schlie?lich musste Mark auch erst einmal kurz den Schock ?berwinden.
Als es wieder geht, versuchen sie ruhig ein Gespr?ch zu f?hren.
"?hm, und was machen wir jetzt...?", fragt Mark vorsichtig.
"Ich wei? es nicht.. Ich bin noch viel zu jung, aber da ist was in mir drin.. und es lebt..."
"Ja, ich wei?.. ich meine ich kann dir nicht vorschreiben etwas nicht oder etwas zu tun, am Ende liegt die Entscheidung trotzdem bei dir."
"W?rst du bei mir, wenn ich es kriegen w?rde?"
Ein paar Minuten schweigen beide. Mark guckt nachdenklich ins Leere und Lisa beobachtet in genau.
"Wenn du es kriegen w?rdest, dann w?re ich bei dir, keine Frage. Nur die Frage ist: Wie finanzieren? Und vor allem wie organisieren? Wir gehen beide noch zur Schule und du bist mit Mike zusammen. Na ja, er wei? jawohl, was passiert ist, oder? So, wie er mich in letzter Zeit behandelt hat tut er das wohl."
"Ja, er hat mir geholfen das zu verkraften."
"Und wie machen wir das mit ihm?"
"Ich bin gl?cklich mit ihm... also denke ich m?ssen wir uns arrangieren.."
"Wir sprechen so, als w?re es jetzt sicher, dass wir das Baby bekommen..."
"Hmmm.. ich denke schon, dass es sicher ist... Ich will kein M?rder sein."
"Ich kann dich verstehen... Willst du heute Nacht hierbleiben? Dann k?nnen wir reden und so."
"Ja, kann wohl nicht schaden. Boah, mir ist vom Schock so ?bel..."
"Es wird dir bei Austragen, wohl noch ?fter ?bel werden."
"Ja, so wirds wohl sein. Wie machen wir das mit unseren Eltern? Mein Vater wird ausrasten und meine Mutter wird dich mit ihm als Komplizen umbringen..."
"Ich w?rde sagen, wir behalten es f?r uns, oder wei? es schon jemand?"
"Nur Melle, ich bin sofort zu ihr hin."
"Sie wird wohl nix sagen oder?"
"Nein, Melle ist schweigsam bei mir, wie ein Grab."

Den ganzen Aben redeten Lisa und Mark dar?ber, wie es wohl w?re, wenn sie Mama und Papa seien, wie sie leben wollten, wie sie es finanzieren k?nnten und rechneten den Geburtsmonat aus.

Kapitel 15

Als Lisa im Krankenhaus ankommt, ist es dunkel. Sei schleicht sich an der Nachtschwester vorbei, zu Lisas Zimmer. Langsam ?ffnet sie die T?r.
Melle guckt sie mit gro?en Augen an. Bevor sie irgendwas sagen kann, beginnt Lisa zu erz?hlen und aufzukl?ren. Sp?ter liegen sie sich dann heulend in den armen, und als sie sich beruhigt hatten, legte Melle gleich los.
"Und, wie fandst du Mike?"
"Wie 'Wie fandst du Mike?'?"
"Wie ist er im Bett?"
"Naja, ganz gut", ist das jetz eine Todfrage?
"Ja, fand ich auch.."
"Kommst du denn damit klar, dass wir zusammen sind?"
"Ich denke bei den ersten Treffen wird es komisch sein, aber wenn ich mich dran gew?hnt habe."
"Na dann ist ja gut.
Wann kommst du endlich raus hier?"
"N?chste Woche, und dann machen wir Party !
"Ja klar."
"Mara hat mit dir gesprochen, ne?"
"Ja, aber ich hatte keinem irgendwas erz?hlt au?er Mike."
"Ja, irgendwo kann ichs verstehen. ?hm.. hast du mit Mark verh?tet?"

<- Lisa
"Oh mein Gott!!!!!!!!!!!!!!!!!"
"Was du hast nicht?!..."
"Ich muss zum FA (Frauenarzt)!!!!!"
"Hast du denn im Unterricht niczt aufgepasst?
"Wieso?"
"Verh?tung ist ein Muss...Schnell, lass dich hier untersuchen!"

Lisa rennt sofort los, ab zur Krankenschwester, die den Arzt daf?r holt, der sie untersucht: Sie ist schwanger. Pille-danach : zu sp?t ; abtreiben ?
Nachdem Lisa sich von Melle hat tr?sten lassen, rennt sie los, zu Mark und benutzt das erste Mal dabei seine Handynummer.

Kapitel 14

Lisa und Mike entschieden zusammen zu einer Party zu gehen. Dank Mike hatte Lisa jetzt auch schon viel mehr Freunde gefunden. Mit Melle hatte sie den Kontakt abgebrochen.
Heute wollen sie und Mike zu Maras Party gehen. Auf der Party l?uft erst alles wunderbar, bis dann Mara Lisa zur Seite in einen leeren Raum zieht.
"Ich muss jetzt mal ein Huhn mit dir rupfen."
"Was denn?"
"Es ist wegen Melle. Du solltest dich mal wieder bei ihr melden."
"Melle hat Mike beschuldigt, dass er sie angestochen habe und dabei war sie es selber!"
"Was glaubst du, wie sie sich jetzt f?hlt. Au?erdem tr?gst du nicht grade zu beiderseitigem Verst?ndnis bei, wenn du dir ihren Freund schnappst!"
"Sie waren doch gar nicht mehr zusammen!"
"Ja trotzdem, Finger weg vom Ex der Best!"
"Es ist eben so, dass wir uns lieben, dass kann ich auch nicht ?ndern."
"Versuch doch mal Melle zu verstehen, sie wollte sich UMBRINGEN!!!!!!"
"JA, ABER WENN WIR SO GUT BEFREUNDET SIND, WARUM HAT SIE MIR NICHTS VON IHREN SORGEN ERZ?HLT!?"
"Du hast die einfach von ihrer Party verpissr und irgendwao dann einfach was getrunken!"
"Ich w?re da gewesen, wenn Mark mich nicht ausnutzend gefickt h?tte!!!!!!!!!!"
Mara klappt die Kinnlade runter.
"Er... er hat was?"
"Ja, du hast schon richtig verstanden! Ich war in ihn verliebt und dann haben wir gev?gelt und dann ist er abgezischt und hat gesagt, dass es nur ein kleiner Fick war!!!! ABER WER FRAGT MICH DENN MAL WIE'S MIR GEHT?!"
"Wenn du uns nichts sagtst, dann.."
"SOLL ICH ZU MELLE ANS BETT GEHEN UND IHR ALLES AUF DIE NASE BINDEN, WO SIE GRADE ERST WIEDER WACH WAR!!!!?"
"Es tut mir Leid", sagt Mara und gucklt betreten zu Boden.
"Ihr h?ttet mich mal fragen k?nnen! Aber was tut ihr, ihr stempelt mich als bl?de Schlampe ab!"
"Es tut mir wirklich Leid.."
"Und Mike war der einzige der auch MIR zugeh?rt hat! ER hat mir beigestanden, als Melle nicht da war!"
"Es tut mir LEID!!!!"
"Ja, jetzt tut es euch Leid!"
"H?r zu, es ist alles zu nem gro?en Missverst?ndnis geworden !"
Lisa ?berlegt kurz. Mara hat Recht, denkt sie, es ist alles einfach bekloppt gelaufen.
"Sag Mike, er soll mich um 20:00 abholen."
"Von wo?"
"Vom Krankenhaus", sagt Lisa und rennt aus dem Zimmer, aus dem Haus, die Stra?e hinunter.
Mit einem sanften L?cheln auf dem Gesicht guckt Mara die wackelnde T?r an.

Kapitel 13

Als Lisa Zuhause die T?r hinter sich schlie?t, denkt sie nur SCHEI?E,SCHEI?E,SCHEI?E! Jetzt denkt er bestimmt ich h?tte geheult, weil ich ihn so schlecht gefunden h?tte. Und sein Blick... Oh mein Gott!
W?hrend sie sich heulend und vor Wut umherschlagend so herumkrabbelt im ganzen Haus herum, klingelt es. Hoffentlich ist es nicht Mark, denkt Lisa und ?ffnet zaghaft die T?r. Vor ihr steht jetzt nat?rlich Kerl Nummer 2: Mike.
W?hrend sie das registriert glaubt sie, sie k?nnte ein ?M-Fetischist? sein. Melle,Mike,Mark... Alles (E)Mmer.
?Lisinchen, du weinst ja schon wieder!?
Lisinchen... ein neuer Spitzname? (o_o) ? (u_u)
?Ach, nix besonderes, komm rein.?
Als sie in Lisas Zimmer sitzen und gem?tlich Punsch trinken fragt sie, was sie schon lange fragen wollte.
?Denkst du eigentlich, dass wir zusammen sind??
?Hm... schwierige Frage und... vor allen Dingen komische Frage!.. Ich wei? nicht so recht. Also offiziell schon mal nicht...was meinst du denn??
?Ich wei? auch nicht...?
?Wie definiert man eigentlich ?Beziehung?? Also ich w?rde sagen zusammen ist man, wenn man alles miteinander teilt (?Passt (fast)?, denkt Lisa), sich liebt (?hmm?), und vielleicht, na ja, auch sexuelle Erfahrungen miteinander macht (?Passt (leider) nicht?). Was meinst du??
?Ich w?rde sagen.. Beziehung ist.... das was du schon gesagt hast und vielleicht auch einfach nur dazuliegen und sich nichts zu sagen. Liebst du mich denn??
?Wie definierst du Liebe??
FANGFRAGE!FANGFRAGE!, schreit es in Lisa.
?Wenn du wei?t, dass du mich liebst, kannst du es auch definieren.?
(?hehe!?)
?Liebe ist..... wenn man jemand immer braucht, dauernd an ihn denkt, nicht ohne ihn kann, Nachts vorm Einschlafen sich auf Morgen freut..?
Das passt alles... aber nur auf Kerl 1 + 2 gemeinsam.. Vielleicht kann ich sie ja auch als Legierung machen... Zwei verschiedene Partner (Metalle) mischen, obwohl sich ihre Charaktereigenschaften (Zahlenverh?ltnisse???) nicht gleichen.
?Liebe ist f?r mich wie die Sonne. Man braucht sie, man vermisst sie, wenn sie nicht da ist und wenn man sie sieht wird man noch gl?cklicher als sowieso schon.?
?Und liebst du mich??
?Mmmhh... eigentlich schon.?
?Eigentlich??
?Ach ich wei? es nicht..?
?Also ich, ich liebe dich.?
Diese Antwort ist zu sch?n um wahr zu sein. Zur Antwort k?ssten sie sich heftig und mit voller Liebe. Ihre K?rper waren wie elektrisiert, wie zwei Magneten. Wenn sie zusammen die Welt w?ren, dann w?re sie das Wasser in dem er als Land baden gehen konnte. Nun kommen sie sich auch endlich mal sexuell n?her. Sie streicheln sich und schlie?lich schlafen sie auch miteinander. Es ist viel sch?ner als das mit Mark, denkt Lisa. Ihre K?rper reiben aneinander und es ist einfach unbeschreiblich sch?n.
Irgendwann nach endloslanger Zeit ist es vorbei und beide sind fertig, aber gl?cklich. Arm in Arm, Haut an Haut, liegen sie in ihrem Bett. Lisa verdr?ngt jeden Gedanken an Mark, auch wenn es ihr schwer f?llt. Sie hatte jetzt ja schlie?lich Mike, und der hatte sie noch nie so mies behandelt. W?hrend sie einfach nur daliegt und versucht nichts zu denken, f?ngt Mike pl?tzlich an leise zu schnarchen. Damit sie nicht gest?rt werden, schiebt Lisa vorsichtig Marks Arm zur Seite und schleicht durch ihr Zimmer zur T?r und dreht den Schl?ssel im Schloss. So konnten sie ungest?rt das machen, wozu sie nachher, wenn Mike wieder wach war, vielleicht Lust hatten.

Kapitel 12

Die ganze n?chste Woche meldete sich Melle nicht bei Lisa. Melle probierte es aber immer wieder bei ihr. Doch wenn Lisa die Nummer von Melles Handy schon sah, dr?ckte sie sie weg. Lisa brauchte jetzt einfach mal etwas Abstand von allen. Au?er nat?rlich von Mike. Bei Mark hatte sie sich bis jetzt nicht gemeldet, weil sie sich einfach zu schlecht f?hlte. Dauernd hatte sie Angst, dass Mark von ihren hei?en K?ssen erz?hlen w?rde. Aber nichts passierte. Dann an einem Dienstag trifft Lisa Mark im Bus. Er kommt gleich auf sie zu.
?Hey Lisa!?
?Hi Mark.?
?Ich war etwas traurig, dass du dich nicht gemeldet hast, wo ich dir doch meine Nummer extra gegeben habe. Ich dachte, wir k?nnten mal wieder einen trinken gehen??
?Ja, wie w?rs mit jetzt? Ich habe im Moment sowieso ne Freistunde und wollt n bisschen rumgehen.?
Also gehen sie und Mark in ein Cafe? und quatschen so ?ber Gott und die Welt, als pl?tzlich die Stimmung umschl?gt.
?Lisa.. es tut mir echt Leid, was ich da auf der Hollywoodschaukel abgezogen habe..?, sagt Mark und guckt zum Boden.
Lisa dreht ihr Gesicht weg. Es war ihr irgendwie peinlich dar?ber zu reden und au?erdem kamen ihr dabei irgendwie die Tr?nen hoch.
?Ich.. ich war so ein Idiot.?
?Ja, das warst du.? , entgegnet Lisa etwas bissig.
?Es tut mir echt Leid... und ich wei? auch nicht, wie ich das wiedergutmachen kann.?
?Lass uns hier verschwinden und an den Teich gehen.?
Jetzt stehen beide auf, bezahlen und gehen schweigend zum Teich. Sie setzen sich auf eine Bank, die direkt am Teichufer steht.
?Ich wollte ich k?nnte das wieder r?ckg?ngig machen.?
?Schade, dass sich zeit nicht zur?ckdrehen l?sst!?
?Ich glaube zu wissen, dass du voll viel f?r mich empfunden hast...?
?Ja, das habe ich, aber es war dir egal! Du wolltest nur mal kurz ein bisschen Spa? haben und die Betonung liegt auf KURZ!?
Jetzt guckt Mark sie etwas verletzt an. Lisa wei? sehr gut, wie man einem Kerl richtig was reinw?rgen kann. Sie muss daran denken, wie Mark jeden Abend auf seinem Bett liegt und ?bt. Dabei kommt ihr doch kurz das Grinsen hoch, sodass sie es mit einem strengen Blick zu verstecken versucht.
?Hmm.. kann sein.. auf jeden Fall, was kann ich machen, damit du mir verzeihst??
Jetzt schwante Lisa langsam, wie hier der Hase lief. Jetzt war sie die Gejagte, die Mark erlegen wollte und nicht andersherum. In dieser Rolle f?hlte sie sich kurz ziemlich geschmeichelt. Was konnte sie sich fieses einfallen lassen, dass ihre Gef?hle nah genug an ihn heranbrachte. Nackt durch die Schule laufen, das brauchte er nicht mehr, alle M?dels kannten ihn ja schon. W?hrend sie so angestrengt ?berlegt, bemerkt sie neben sich eine vorsichtige Bewegung und pl?tzlich beugt sich Mark ?ber sie und k?sst sie aus vollem Herzen. Jetzt wo er auch etwas f?r sie empfindet ist der Kuss viel aufregender f?r beide. W?hrend sie sich so k?ssen, merkt Lisa wie gl?cklich es sie macht und pl?tzlich geht die Heulerei wieder los. Mark l?sst erschrocken von ihr ab und Lisa wei? nicht, wo sie hingucken sollt. Bevor er noch irgendwas sagen kann schnappt sie sich ihre Kookai-Tasche und ist auf und davon.

Kapitel 11

Lisa hat den totalen Zusammenbruch. Melle wollte sich selber umbringen!
Damit Melles Eltern den Brief nicht lesen k?nnen steckt sie ihn ein, und steigt aus Melles Fenster.
So schnell es geht ist Lisa auf dem Weg zu Melle. Sie rennt die ganze Zeit und schlie?lich kommt sie bei Melle an. Sie knallt die T?r zu und Melle guckt sie erschrocken an, w?hrend Lisa die Tr?nen wie Wasser am Gesicht hinunterrinnen.
?Ach ja, Mike hat es gemacht?!?, kreischt sie und knallt den Brief auf Melles Bett.
?Was bist du f?r ne hinterfotzige..!!!!?
?Lisa, du verstehst nicht..?
?Oh doch, ich verstehe ganz gut!?
?Was ist hier los??, ruft ein Pfleger dazwischen.
?WIR M?SSEN HIER ALLEINE WAS BEREDEN!!!!!!?
?Alleine geht das in Ihrem Zustand wohl nicht, sie machen den Eindruck, als wollten sie hier gleich alles anz?nden!?
?Lassen sie uns bitte alleine.?, warf Melle ein.
Der Pfleger guckt kritisch und irritiert, macht sich dann aber vom Acker.
?Lisa, ich war total betrunken und irgendwann habe ich angefangen nachzudenken und dann dachte ich, was ich f?rn schlechtes leben f?hre und dann habe ich in aller Eile diesen Brief geschrieben, bin in die K?che gegangen und habe mir das Messer in den Bauch gestochen und dann kam Mike rein. Ich habe ihn mit einem Messer bedroht und gesagt, wenn er etwas machen w?rde, w?rde ich ihn auch umbringen. Dann bin ich auch schon zusammengesackt und ich denke mal er hat die Sanis angerufen.?
?Und warum behauptest du jetzt, er w?re es gewesen?!?
?Meine Eltern, sie d?rfen es nicht wissen! Haben sie den Brief gesehen?!?
?NEIN! Wei?t du nicht was du damit getan hast?! Du hast Mike als M?RDER dargestellt!?
?Lisa...?
?Du bist so eigenn?tzig!!!!!!!!!?
Lisa rennt los und knallt die T?r wieder zu. W?hrend sie in der Bahn nach Hause f?hrt und alle Leute sie schei?e angucken, weil sie so heult, ruft sie Mike an und sagt, er soll kommen.
Als sie dann Zuhause ist, steht Mike schon da. Lisa rennt ihm entgegen und springt ihn so heftig an, dass sie beide auf den Rasen fallen. Und pl?tzlich geht es wieder los. Wieder kommt der Heuler in voller L?nge raus. Bevor Lisa irgendetwas sagen kann, k?mpft er sich unter ihr Weg und nimmt sie auf die Arme und tr?gt sie ins Haus auf ihr Bett.
?Du warst es nicht!?, w?rgt sie hervor.
Mike guckt sie geschockt an.
?Ich wei? es von Melle, warum hast du ihr zuliebe gelogen?! Sie ist doch so was von hinterfotzig!..?
?Ich musste, sie hat es mich schw?ren lassen. Ich habe sie noch vor dir das erste Mal besucht habe.?
Jetzt liegen sie wieder Arm in Arm auf ihrem Bett und heulen beide. Lisa f?hlt sich so unendlich betrogen. Und au?erdem hatte sie eine Frage: ?Wie viel Wert war Melle die Freundschaft mit ihr?!? Ob sie wohl auch Lisa so erdr?cken w?rde?
Lisa hatte Melle immer als perfektes Vorbild f?r sich gesehen, was so Vertrauensdinger anging. Aber jetzt?

Kapitel 10

Kapitel 10

Auf dem Weg nach Hause denkt Lisa noch mal ?ber all das nach. Sie f?hlt sich doch tats?chlich schuldig, etwas mit Mark gemacht zu haben. Sie f?hlt sich schuldig gegen?ber Mike. Waren sie und er jetzt zusammen oder nicht. W?hrend sie so geht, holt sie den Zettel mit Marks Nummer aus der Hosentasche und liest ihn zum tausendsten Mal. Sie hoffte, dass Mike nicht schon wieder vor ihrem Haus steht und sie endlich mal einmal ihre Ruhe hat zum Nachdenken.
Aber, wie es nun einmal so ist, steht Mike nat?rlich wieder vor ihrem Haus und wartet auf sie. Eigentlich hat sie jetzt ?berhaupt keine Lust mit ihm ?ber irgendetwas zu bereden. Sie ?berlegt, ob sie sich einfach umdrehen sollte und in den Park gehen. Er schien sie n?mlich noch nicht gesehen zu haben. Also dreht Lisa sich um und geht in Richtung Park. Dort setzt sie sich zwischen zwei B?ume auf eine Bank und guckt so durch die Gegend. Sie ist so in ihre Gedanken versunken, dass sie gar nicht bemerkt, dass Mara, die auch auf Melles Party war, sie anspricht.
?Hey, bist du eingeschlafen?
?Ne, sorry. Wei?t du was auf Melles Party noch so passiert ist??
?Hmmm.. alle waren ziemlich betrunken und es war einfach geil, aber dann irgendwann schon am Morgen hat jemand die Sanis gerufen und Melle ist halt dann mit allen irgendwie ins Krankenhaus gebracht worden.?
?Wei?t du wer es war??
?Ne, du??
?Nein.?
?Das ganze ist sowieso v?llig unreal!?
?Ja, Melles Paty und sp?ter liegt sie angestochen in ihrer K?che..?
?Yo.. du ich muss jetz auch schon wieder.?
?Ja ich auch.?

Lisa macht sich auf den Weg nach Hause, weil sie erkennt, dass sie sonst nicht von Mara wegkommen w?rde. Lisa mag Mara sehr gerne, aber im Moment braucht sie eben einfach ihre Ruhe.
Als sie Zuhause in Gedanken ankommt, steht Mike immer noch dort und wartet auf sie.
?Oh, hey..? , sagt Lisa.
?Hi, wo warst du??
?Ach so hier und da.?
?Kann ich mit reinkommen??
?Du ich brauch jetzt echt mal kurz meine Ruhe um mir alles durch den Kopf gehen zu lassen..?
?Hm, kann ich verstehen. Rufst du mich an, wenn?s geht??
?Ja klar, mache ich.?
Lisa weicht seinen Blicken aus. Sch?mt sie sich etwas wirklich, dass sie mit Mike etwas rumgemacht hatte?

Kaum ist sie im Haus klingelt das Telefon und Melle ruft an. Lisa soll ihr ein paar Sachen, von ihr Zuhause mitbringen. Lisa geht also zu Melle. Wird reingelassen und darf die Sachen holen. Sie geht in Melles Zimmer und sucht alles zusammen. Auf dem Tisch sieht sie pl?tzlich einen schwarzen Briefumschlag liegen. Sie geht hin und ?ffnet ihn.

Liebe Verwandte, Mama, Papa, und Freunde

Ich kann das einfach alles nicht mehr aushalten! Es ist alles nie so gelaufen, wie ich es mir gew?nscht hatte. Deswegen will und kann ich einfach nicht mehr. Wenn Ihr das hier lest, hat das, was ich vorhatte wohl geklappt. Umso besser f?r mich. Aber Ihr wisst, dass ich Euch alle ganz doll Liebe und es am Ende besser f?r mich war.
Ich liebe Euch,
Eure Melle

Kapitel 9

Also machte sich Lisa auf den Weg zu Mark, nachdem sie sich von Mike fast normal verabschiedet hatte.
Sie f?hlt sich komisch jetzt zu ihm zu gehen. Vor ein paar Wochen w?re das ein echtes Highlight gewesen, aber jetzt ist es eher wie ein Gang zum Galgen, denkt sie. Sie wei? nicht so richtig, was sie f?hlt, oder nicht f?hlt, au?erdem hat sie auch ein bisschen Angst vor Marks Reaktion, wenn sie vor seiner T?r steht.
Dann war sie endlich da. Langsam wandert ihr Finger zum Klingelknopf und ein Klingeln erschallt. Dann geht die T?r auf und Mark steht vor ihr.
?Was willst denn DU ?!?
?Ich muss etwas mit dir besprechen.. Es ist aber nicht wegen..?
Weiter will Lisa jetzt auch nicht sprechen, nachher denkt er noch es habe ihr gefallen. Nun ja eigentlich hatte es ihr ja gefallen, aber das war nur so, bis er einfach abzischte und das f?r sie wirklich Gro?e Erlebnis als ?kleine V?gelei? bezeichnete.
Mark ?berlegt kurz, dann l?sst er sie rein. Sie setzen sich ins Wohnzimmer und Lisa erz?hlt Mark alles und fragt ihn, was er machen w?rde.
?Na ja, also erst mal bin ich etwas ?berrascht, dass du zu MIR kommst, wo ich doch so ein Arschloch war.. Also, ich habe Mike auch gesehen, er war echt total voll, und sonst trinkt er ja nichts.. hhmmm...?
Mehr als 5 Minuten schweigen sie schon, und Lisa findet, dass Mark sich ganz sch?n M?he gibt, ihr zu helfen. Dann endlich f?ngt Mark an zu sprechen.
?Nun ja, also
1. wollte er Lisa nicht t?ten.
2. war er sehr betrunken.
3. war er total entt?uscht und jedes Gef?hl, besonders Trauer wird verst?rkt, wenn man besoffen ist.
Aber gleichzeitig hat er Lisa angestochen... Ich wurde glaube ich auch Mark mehr Recht geben, dass hei?t aber nicht, dass du Lisas Ansicht nicht auch vertreten solltest.?
Nach diesen Worten war Lisa baff. Mark hatte sich also wirklich Gedanken gemacht und.... Er hat ihr Recht gegeben, dass hei?t, sie konnte Mark verzeihen.
?Oh danke Mark!?, sagt Lisa und f?llt ihm pl?tzlich in die Arme und ohne, dass sie es will, muss sie wieder mal total heulen. Mark ist erst erschrocken, nimmt sie dann aber in den Arm und tr?stet sie. Langsam laufen ihre Tr?nen ?ber ihre Wangen und langsam, sodass Lisa eine G?nsehaut bekommt, streichelt Mark ihr ?ber den Arm, und es kribbelt f?rchterlich gut. Pl?tzlich vergisst Lisa, was Mark ihr angetan hat. Nach endloslanger Zeit, so scheint es Lisa, beugt sie sich nach hinten und guckt Mark direkt in die Augen. Seine Hand streichelt ihr vorsichtig die Tr?nen von der Wange. Ohne, dass Lisa es wirklich will oder etwas dagegen tun kann, beugt sie sich vorn?ber und k?sst Mark leidenschaftlich. Ihre Arme schlie?en sich um seinen Nacken und sie f?hrt mit ihren Fingern durch seine wundersch?nen Haare. Nachdem er erst nur steif dasa?, beginnt nun Mike, seine Arm um ihre Taille zu schlie?en. Nachdem sie lange so herumgemacht hatten, aber nichts wirklich passiert war, schreckt Lisa pl?tzlich zur?ck. Was machte sie da?! Mark hatte sie total hinterh?ltig ausgenutzt und jetzt ging sie zu ihm, heulte ihm einen vor und nun k?ssten sie sich leidenschaftlich. Und was ist mit Mike? Lisa steht auf und will gehen.
?Sorry, ich muss los.?
Lisa ist schon fast aus der T?r raus, als sich Mark Hand um ihr Handgelenk schlie?t, er sie sanft zur?ckzieht und ihr einen vorsichtigen, aber leidenschaftlichen Kuss gibt. Zuerst haben sie gegenseitig ihre H?nde um ihre Taille geschlossen, aber jetzt heben beide sich grade vor sich, sodass sich ihre Fingerspitzen ineinander verkreuzen. Sanft sto?en sie ihre K?pfe leicht aneinander und gucken auf ihre F??e. Dann pl?tzlich ?berkommt es Lisa und sie gibt ihm noch einen langen leidenschaftlichen Kuss und er ihr danach seine Nummer.

Kapitel 8

Kapitel 8

Lisa sitzt gerade im Bus, als ihr Handy klingelt. Mike ruft an. Sie wei? nicht, ob sie rangehen soll. Nach langem ?berlegen, und als das Gebimmel langsam peinlich wird, hebt sie schlie?lich ab.
?Hey.?
?Hey, na wie geht?s??
?Joah, es geht.?
?Hast du gleich etwas Zeit, ich langweil mich so.?
Vor dieser Frage hat sich Lisa die ganze Zeit gef?rchtet. Nach kurzer ?berlegung kam sie zu dem Schluss, dass es besser w?re, wenn sie Mike pers?nlich dazu befrage. Als sie auf ihr Haus zugeht, sieht sie ihn schon vor demselben stehn. Kurz h?lt sie inne, versucht dann aber sich nichts anmerken zu lassen und geht weiter. Sie schlie?t ihm wortlos die T?r auf, weicht seinen Umarmungen aus, und als sie in ihrem Zimmer sitzen und bevor er fragen kann, was los ist, sprudelt diese h?mmernde Frage aus Lisa heraus.
?Hast du Melle das Messer in den Bauch gestochen??
Mikes Blick wandert zur Erde. Eine Zeit lang sagt er gar nichts. Auf einmal sieht Lisa, wie sich seine Augen mit tr?nen f?llen und er spricht sich alles von der Seele.
?Ich wollte es nicht.. ich war so betrunken. Du hast schon geschlafen und ich bin zur?ck ins Haus, um mir noch was zu trinken zu holen. In der K?che traf ich Melle, als sie grade eine Flasche Sekt ?ffnete. Erst habe ich gar nichts gesagt, sie ignoriert und pl?tzlich fing sie an, von wegen ich solle mich nicht so anstellen und es w?re doch alles halb so schlimm und dann ist mir die Wutschnur gerissen. Erst habe ich mich einfach weggedreht, doch als ich dann runterguckte, da sah ich dieses Halterteil voll mit Messern.. und, und du wei?t, wie besoffen ich war! Ich bin auch schon beinahe abgeklappt. Jedenfalls.. bevor ich das selber gemerkt habe, hatte ich ihr das Messer schon in den Bauch gerammt und ich wusste nicht was tun.. Da bin ich aus dem Fenster raus, zu dir und habe mich dann schlafend gestellt, bis uns jemand angesprochen hat.?
Leise lauschte Lisa seinen Worten. Sie wei? nicht, ob sie sich jetzt freuen, oder traurig f?hlen soll. Einerseits hatte Mike Melle nicht willk?rlich angestochen, sie hatte ihn provoziert und er war wirklich furchtbar betrunken gewesen, schlimmer als sie. Andererseits, sollte ein Mensch sich nicht auch im alkoholisierten Zustand etwas beherrschen k?nnen? Sie w?gt alle Argumente miteinander ab und kam zu dem Schluss, nicht wirklich etwas, wenn es etwas ist und wenn es nichts ist nichts zu machen. Sie waren an diesem Abend alle etwas durchgedreht. Lisa mustert Mike. Beobachtet genau, wie er da sitzt. Er wirkt eingesch?chtert, ver?ngstigt und vor allem steht ihm die Sorge um irgendetwas ins Gesicht geschrieben. Lisa versucht sich selbst zu bewerten in diesem ganzen Schlamassel. Hatte sie zuviel Gnade mit ihm. War es nur, weil sie vielleicht doch irgendwo ein Ding mit ihm wollte. ?Ein Ding?, dass ist f?r Lisa eine Beziehung.
Jetzt bekommt sie es mal wieder sehr stark zu sp?ren, wie sehr sie Melle brauchte. Aber kann Melle ihr dabei wirklich helfen? Sie ist schlie?lich nicht unparteiisch und Lisa kann das durchaus nachvollziehen. Sie m?sste einen dritten, ungebundenen befragen. Im ersten Augenblick f?llt ihr nur der Name Mark ein.
Mark.Mark.Mark.Mark.
Ein anderer will ihr einfach nicht einfallen. Aber kann sie jetzt noch zu Mark gehen? Sie denkt sich ja, denn etwas war er ihr ja nun wirklich schuldig.

Kapitel 7

Lisa guckt Mike entgeistert an. Was redet er da? Oder hatten sie vielleicht doch gestern noch etwas miteinander gehabt?
?Ich bin nicht mit ihrer Tochter zusammen und deswegen habe ich nichts mit ihr. Wir haben uns einfach nur getr?stet!?, setzte Mike nach.
?RAAAAAUS!?
Mike ?ffnete das Fenster, stieg hinaus und ging.
Jetzt waren sie tats?chlich eingeschlafen. Ob Melle wohl etwas dagegen h?tte..
?MELLE! Gibt?s was Neues von Melle?!?
?Im Moment ist sie stabil. Aber mit dir m?ssen wir noch ein Z?pfchen h?hnern!?
Lisa guckt ihre Eltern mit einer Mischung aus Wut und belustigter Entr?stung an. Ein ?Z?pfchen h?hnern?? Dann pl?tzlich ging es los. Ein kurzes lautes prusten und dann lautes schallendes Lachen. Ihr Vater guckte immer noch ernst, aber Lisa konnte schon die Mundwinkel ihrer Mutter zucken sehen, die jetzt krampfhaft versuchte als Autorit?tsperson dazustehen. Irgendwann fing auch sie an zu lachen, und am Ende lachten sie alle gemeinsam. Als sie sich langsam wieder einkriegten, sagten Lisas Eltern, dass sie sie in 20 Minuten unten in der K?che erwarten w?rden. Lisa ging ins Bad und machte sich frisch.
Nach einem einst?ndigen Kl?rungsgespr?ch mit ihren Eltern, glaubten diese Lisa jetzt, dass beide nichts gemacht, sondern sich einfach nur gegenseitig beruhigt hatten. Am Ende hatten sie sich dann wohl so doll beruhigt, dass sie eingeschlafen waren.
Ein paar Tage sp?ter kam die Nachricht, dass man Melle bald aus der Narkose aufwachen lassen k?nne. Lisa fieberte diesem Tag entgegen. Hatte Melle ihren (Er-) Stecher gesehen? W?hrend der einen Woche traf sie sich jeden Tag mit Mike. Ein paar Mal begegneten sie auch Mark, dem Mike dann wiederum b?se Blicke zuwarf. Lisa r?tselte die ganze Zeit, ob Mike jetzt in sie verliebt war oder nicht. Ein paar Mal hatten sie sich gek?sst und Lisa h?tte sich jetzt schon f?r ihn geopfert, weil er ihr so eine wohltuende St?tze gab und ihr damit die Zeit ohne Melle erleichterte. Nach zwei Wochen durfte Lisa Melle nun endlich besuchen.
?Hey, mein Schatz, was machst du f?r Sachen??, fragte Lisa.
?Machen ist gut... Wenn ich den Kerl in die Finger kriege!..?
?Wer war es denn??
?Das m?sstest du doch eigentlich mitbekommen haben oder??
?Nein, ich war drau?en, weil... weil ich meine... ich brauchte kurz ne Pause und viel frische Luft.?
Lisa denkt sich, dass es wohl zuviel f?r Melle w?re, sie jetzt sofort wieder mit Problemen zu belasten.
?Ich habe mir in eurer Hollywoodschaukel dann mit Mike einen getrunken.?
?Hast du nichts an ihm bemerkt??
?Na ja.. er war halt ziemlich entt?uscht von dir, weil du ihn so betrogen hast.?
?Nein, ist dir nichts anderes an ihm aufgefallen??
?Was soll mir denn noch aufgefallen sein?!?
?Na ja,, mein Blut vielleicht, irgendwo muss er doch das ganze blut hingetan haben.?
?Was du meinst.. du meinst Mike hat..??
?Ja, wenn ich?s doch sage! Oh, dieses Arschloch!?
?Aber.. ich meine du warst ziemlich betrunken, k?nnte es nicht auch jemand anderes gewesen sein?!?
?Wieso bist du denn so versessen darauf, dass Mike es nicht war?!?
?Nun ja, wir haben zusammen die Zeit ohne dich durchgehalten, ich kann mir nicht vorstellen, dass er dir das Messer in den Bauch gestochen hat, dass ist alles.?
?Hmm...Wie war meine Party denn noch so??
?Ich habe nicht viel mitbekommen, ich und Mike haben uns ziemlich einen getrunken und sind dann von einem Sani geweckt worden, aber als ich noch da war, da hatten alle ne Menge Spa?.
Du, ich muss jetz los, mein Bus f?hrt gleich.?
?Yo.. wir telefonieren??
?Ja klar, ich ruf dich nachher an.?
Und so schnell es unauff?llig ging, sauste Lisa aus Melles Zimmer, schloss die T?r hinter sich und sackte, mit dem R?cken an die T?r gelehnt, auf die Erde.

Kapitel 6

Nachdem Lisa von ihren Eltern abgeholt worden war und sich eine saftige Standpauke anh?ren musste, liegt sie nun endlich im Bett und hat Zeit ?ber alles nachzudenken. Doch sie ist nicht f?hig zu denken und auch nicht f?hig zu schlafen, obwohl sie sich ermattet f?hlt. Dann pl?tzlich klopft es an ihr Fenster. Sie zieht die Rollo hoch und vor ihrem Fenster steht Mike, der genauso fertig aussieht wie sie. Leise ?ffnet sie das Fenster und er steigt ebenfalls leise ein. Sie macht ihm deutlich, dass er sich aufs Bett setzen soll. Sie setzt sich im Schneidersitz neben ihn.
?Du kannst also auch nicht schlafen.?
?Ne, wie soll ich jetz auch schlafen k?nnen??
?Hast du eine Vermutung, wer es war??
?Ne... ich kann mir das ganze sowieso nicht erkl?ren...?
?Wer k?nnte das schon?!?
?Wird sie wohl wieder gesund??
?Das ist grade das, wor?ber ich mir Sorgen mache.?
?Sie ist ein starkes M?dchen, sie packt es bestimmt.?
?Hoffen wir es... Wei? du, was gestern Abend noch so passiert ist?!..?

Da guckt Mike sie etwas geschockt an und sagt, dass er auch einen Filmriss hat.
Lisa versucht krampfhaft, eine Erinnerung in ihr Ged?chtnis zu rufen. Ihre innere Angst w?chst, dass sie vielleicht etwas mit Mike gemacht hatte, von dem er ?anscheinend? nichts wusste. Die anderen sind jetzt bestimmt auch schon wieder Zuhause... Vielleicht sollte sie eine Telefonkette starten, falls sie auch alle nicht schlafen konnten. Jedoch schlafen die meisten wohl. Eine betretene Stille tritt ein. Pl?tzlich kommen Lisa die Tr?nen. Die ganzen Gef?hle der letzten Stunden schienen nun wie ein Vulkan auszubrechen. Erst versuchte sie alles runterzuschlucken, doch wie es meistens so ist kommt ein ganz komischer Heuler raus. Mike guckt sie zuerst erschrocken, dann traurig an. Er nimmt sie in den Arm, aber dann h?ren sie Schritte. Schnell bugsiert Lisa Mike unter ihr Bett, legt sich hin und stellt sich schlafend. Die T?r geht einen Spalt weit auf, schlie?t sich jedoch nach kurzer Zeit wieder. Mike kommt leise unter dem Bett hervor und setzt sich wieder aufs Bett. Der Heuler war jawohl ?berpeinlich, denkt Lisa. Mike jedoch nimmt sich noch mal in den Arm und alles geht von vorne los, nur der Heuler, der bleibt aus. Beide sagen nichts. Lisa schluchzt in seine Arme und er, er sitzt da und streichelt z?rtlich ihre Wange. W?hrend Lisa leise die Tr?nen runterkullern tropft pl?tzlich etwas auf ihre Stirn. Langsam l?uft es ?ber ihre Stirn zu ihrer Nase und nach ihrer Nase zu ihren Lippen. Lisa streift mit ihrer Zunge ihre Lippen und schmeckt etwas salziges. Langsam hebt sie den Kopf und sieht, dass auch Mike leise Tr?nen das Gesicht hinunterkullern. Das ist jetzt eine v?llig neue Situation, denkt sie. Ein Kerl der weint? Sowas ist echt selten, schade, dass Melle nicht zu sch?tzen wusste, was sie an ihm hatte. Jetzt ist Lisa so ger?hrt, dass sich auch bei ihr Sturzb?che ergie?en und auf ihrer Stirn, l?uft auch immer mehr salziges Wasser entlang. So sitzen sie eine ganze Weile da.
Pl?tzlich wird es furchtbar hell. Vorsichtig ?ffnet Lisa die Augen. Ihre Mutter und ihr Vater stehen vor ihr. Beide mit wutverzerrter Miene. Dann pl?tzlich f?hlt sie es. Eine schreckhafte Bewegung neben ihr. Mike lag noch immer Arm in Arm in ihrem Zimmer, auf ihrem Bett. Nun geht das Gezeter los. Mama schreit, Papa schreit, Mike schweigt, sie schweigt.
?D?rften wir vielleicht mal erfahren, wer der junge Mann ist, der unsere Tochter so leibreizend im Arm h?lt?!?
??hm.. Mike.?
?Sch?n, ?Mikkkke?! Wie bist du in unser Haus gekommen??
?Durch das Fenster.?
?Wer hat dich reingelassen? ? Oder bist du eingebrochen?!?
Oh nein, denkt Lisa. Da ist er, der ich-ermorde-dich-wenn-du-meiner-kleinen-Prinzessin-ein-Haar-kr?mmst-Blick, mit einem Schuss vom nimm-mir-meine-Tochter-nicht-weg-Blick. Jetzt ist alles vorbei, geht es Lisa durch den Kopf.
?Lisa, sie hat mich reingelassen, weil sie nicht allein sein wollte.?
?Und dann habt ihr hier nur rumgelegen und Arm in Arm...ja, was habt ihr denn gemacht?!?
?Wir haben Sex gehabt, dass die W?nde wackelten.?, sagte Mike.

Kapitel 5

So langsam wurden sie beide wieder wach. Der Sanit?ter fragt sie, ob es ihnen gut geht und was es hier zu trinken gegeben h?tte. In der Einfahrt von Melles Hof standen drei Krankenwagen. Erst jetzt f?llt Lisa auf, was f?r ein Auflauf pl?tzlich herrscht. ?berall laufen die Teenies durcheinander und zwischen ihnen ein paar besorgte Eltern.
?Was ist passiert??
?Es gab eine gro?e Schl?gerei und wir m?ssen mehrere von euren Leuten mitnehmen, aufgrund einer Alkoholvergiftung.?
Lisa springt auf. Sie merkt zwar, dass sie noch ganz sch?n benommen ist, und der Sanit?ter will sie st?tzen, als sie sich beinahe auf die Fresse legt, aber bevor er irgendetwas machen kann, ist sie schon wieder weitergegangen. So schnell sie kann rennt sie ins Haus. Im Haus ist fast nichts mehr los. Ein paar schlafende und ein paar kotzende Teenager. Doch die, die sie sucht, die ist nicht da: Melle. Ein paar Mal durchstreift sie das Haus, doch Melle findet sie nicht. Sie hat eine dunkle Vorahnung: Was, wenn Melle ?bel zugerichtet wurde? Nachdem schon mehrere Sanit?re sie aufhalten wollten, l?uft sie, oder eher taumelt sie in die Arme eines besonders hartn?ckigen. Er will einen Alkoholtest machen. ?Und das im Krankenhaus. Zuerst str?ubt sich Lisa, aber dann leuchtet ihr ein, dass, wenn sie ins Krankenhaus kommt, nach Melle suchen kann. Also l?sst sie sich mitnehmen. Sie muss in einen Wagen mehrerer kotzender Jugendlicher und Jugendlichen, die nicht mehr aufwachen wollen. Nach endloslanger ekliger Zeit kommen sie endlich im Krankenhaus an. Als sie die Notaufnahme betreten, versucht Lisa zu entwischen, doch dann l?uft sie ihrem Verfolger-Sani (-t?ter) in die Arme, der sie gleich pers?nlich zur Blutabnahme bringt. Diese Truppe gibt schon ein komisches Bild ab: Lauter besoffener Jugendlicher um sechs Uhr morgens, die hintereinander, eingepfercht von Sanis durch das Krankenhaus stapfen. Bei dem ersten Bluttest kommt bei Lisa 1,5 Promille raus. Nicht schlecht denkt sie. Der Sani kl?rt sie auf, dass sie gestern mindestens 2,5 Promille gehabt haben muss. So einen Kater hat sie auch. Der Bluttest wird wohl noch ein paar Konsequenzen nach sich ziehen. Lisa will so gerne jemanden fragen, aber alle die hier sind und die auf der Party waren, geben sich den Nebenwirkungen des Alkohols hin. Der Sani weicht ihr jedenfalls aus. Der einzige hier, der nicht kotzt ist Mike. Er hat sich inzwischen neben ihr niedergelassen und wirkt noch genauso besoffen und dumm wie sie. Jetzt sitzen sie da alle in Reih? und Glied. Schlie?lich sagt sie, sie m?sse mal aufs Klo. Aber anstatt aufs Klo geht sie nat?rlich Melle suchen. Um ganz sicher zu gehen, versucht sie so grade wie m?glich und ohne Schlinger in der Spur zum Infotisch zu wandern. So halbwegs gelingt das auch.
?Ich muss wissen, wo Melanie Bien liegt, bitte.?
?Sie wird gerade operiert.?
?Was hat sie denn??
?Das k?nnen wir dir leider nicht sagen. Dazu muss ein Familienmitglied da sein.?
?Aber ihre Eltern sind weggefahren!?
?Da k?nnen wir leider auch nichts dran ?ndern.?
?Aber ich muss ihre Eltern doch anrufen und ihnen sagen, was passiert ist!?
?Hmmm... nun gut... Sie hat ein Messer in die Bauchh?hle bekommen und Schnitte im Gesicht. Sie soll in eine Pr?gelei gekommen sein.?
?M-M-M-Messer??
?Ja, sagte ich ja grade.?
?Wird sie es ?berstehen??
?Das kann man noch nicht sagen.?
Langsam dreht sich Lisa um. Sie geht zur?ck zu den anderen.
?Wir wissen beide, dass du nicht auf dem Klo warst.?, fl?sterte Mike.
?Melle... Sie, sie...?
?Was ist mit Melle?!??
?Sie...Jemand hat ihr ein Messer in den Bauch gerammt!?
?Was.. aber...wer..??
Lisa stand auf und rannte jetzt wirklich aufs Klo. Ihr war unendlich schlecht von dem Gedanken, dass Melle sterben k?nnte, und dass ihr jemand ein Messer in den Bauch stach.

Kapitel 4

Geschockt sieht sie "ihren" Mark an. "Nur ein bisschen V?geln"?
Falls es ihm nicht klar war: Es war ihr erstes Mal gewesen und er, er hatte es nur als kleine Nummer gesehen. Ihre Wut und ihre Trauer dr?cken ihr die Tr?nen in die Augen. Jetzt will sie fl?chten. Einfach schnell weg hier. Wie in Zeitlupe dreht sie sich um und geht wie hypnotisiert durch die Menge. Dann kommt sie an dem Tisch mit den Getr?nken vorbei. Da steht eine ganze Flasche Wodka. Ohne nachzudenken nimmt sie die Flasche und geht zur?ck in den Garten, zur Hollywoodschaukel. Langsam dreht sie die Flasche auf und nimmt den ersten starken Zug. So schmeckt das also, denkt Lisa. Zuvor hat sie noch nie Wodka getrunken und sich auch noch nie richtig abgeschossen. Aber jetzt ist ja sowieso alles egal! Immer schneller und immer gr??ere Z?ge nimmt sie. Die Party drinnen bekommt sie schon gar nicht mehr mit. Dann nach langer Zeit, wo sie schon gar nicht mehr so recht etwas mitbekommt, sieht sie jemanden aus dem Haus kommen.
Dann kommt er auf sie zu. Nach l?ngerem ?berlegen erkennt sie,dass es Mike ist. Auch er wirkt niedergeschlagen und als er sie so sieht geschockt.

"?hm.. Lisa? Alles okay mit dir?"
"Wasum bis du nich bei *hick* M?la?"
"Melle und ich sind nicht mehr zusammen... Gib die Flasche her!"
"Lasssss mih! Is doch e alles schaaaais!"
"Lisa, du hast schon genug."
"Warum habt ihr euch eigentlich getrennt?Du un Mel?"
"Sie hat mit nem andern rumgemacht."
"Hassu nichs jetrunchen?"
"Ne."
"Dann nimm'n Schluck, ist jetz alles schei?echal!"
Trotz etwas unfreiwilligem Blick nimmt auch Mike erstmal einen gro?en Schluck.

Den Rest des Abend sitzen sie nur da und trinken. Trinken immer weita, bis sie schlie?lich in der Hollywoodschaukel einschlafen und aufwachen, als ein Sanit?ter sie wachr?ttelt.